Mit dem Kanu auf der Oberen Donau: Malerische Routen entlang wechselnder Horizonte

Das Obere Donautal ist besonders für Kanufans eine attraktive Strecke, vor allem der Abschnitt zwischen Hausen im Tal und Hundersingen. Hier erwartet euch Europas zweitlängster Fluss mit spannenden Erlebnissen für alle, die Outdoor-Aktivitäten und Wassersport lieben.

Für das Kanufahren auf der Donau ist es wichtig, die Infrastruktur des Flusses zu kennen. In Deutschland und Österreich gibt es entlang der Donau mehr als 100 Staustufen, die in der Regel gut ausgeschildert sind.
Ihr müsst damit rechnen, eure Boote an diesen Stellen umtragen zu müssen – dafür könnt ihr häufig die an den Schleusen vorhandenen Rampen oder Bootswagen nutzen.

Mancherorts bieten Bootsrutschen eine praktische Alternative: Über geneigte Kanäle könnt ihr euer Kanu durch das Bauwerk hindurch und müsst es nicht komplett an Land tragen.

Regelungen und Reisedauer

Zwar braucht ihr für Kanutouren auf der Donau keine Genehmigung, da sie eine internationale Wasserstraße ist, dennoch müsst ihr landesspezifische Bestimmungen beachten.

So gilt beispielsweise in Deutschland: Boote müssen deutlich mit Name und Anschrift gekennzeichnet sein, zudem wird die Mitgliedschaft in einem Kanuverein empfohlen.
Für die gesamte Strecke auf der Donau solltet ihr 45 bis 65 Tage einplanen. Wer rund 60 Kilometer pro Tag paddelt, kann die Strecke in etwa 45 Tagen schaffen – wer es gemütlicher angeht, braucht etwa 65 Tage.

Die Tour International Danubien (TID) – ein beliebtes, länderübergreifendes Kanuwander-Event – organisiert jährlich eine Regatta und stellt detaillierte Streckeninformationen bereit, darunter Etappenlängen, Standorte der Schleusen und Umtragestellen.
Diese Infos gelten als sehr genau und sind für die Planung der Tour entlang der Donau äußerst hilfreich. Wer abgelegenere Abschnitte wie die letzten 300 Kilometer in Rumänien befährt, sollte unbedingt aktuelle Karten nutzen, da das verzweigte Inselnetz dort die Orientierung erschwert.

Unterkunft und Sicherheit

Entlang der Strecke von Deutschland bis Ungarn gibt es zahlreiche Kanu- und Rudervereine, bei denen ihr übernachten und eure Ausrüstung sicher lagern könnt.

Wildcampen ist in Bulgarien und Rumänien eine flexible Option – in Deutschland und Österreich dagegen rechtlich nicht erlaubt.
Generell empfiehlt es sich, das Equipment bei Pausen mit einem langen Fahrradschloss zu sichern. So lasst ihr euch nicht von unangenehmen Überraschungen überraschen, wie sie anderen Paddlern passiert sind, denen unbeaufsichtigte Ausrüstung gestohlen wurde.